Wir


Unser Anwesen befindet sich in Runkel-Hofen, einem Dorf mit knapp über 400 Einwohnern. Hofen liegt in einem Seitental des Kerkerbachs, der nahe Runkel in die Lahn mündet.

 

Wir haben das Anwesen im Jahr 2011 erworben. Die relativ kleine und geschlossene Anlage hat uns sofort in Ihren Bann geschlagen, so dass wir im Oktober 2011 mit zwei Katzen, einem Hund und einem Esel einziehen konnten.

 

 

Nach Renovierungsarbeiten im Frühjahr 2012 haben wir den Hof nach alter Sitte mit einer (gemalten) Vignette öffentlich für jeden sichtbar "dies Anwesen ... zu Wohnsitz und Heimstatt erwählt". Die Jahreszahl 2011 verbirgt sich als Chronogramm in den roten Buchstaben, die als lateinische Zahlen addiert werden müssen.

 

Unter Denkmalschutz steht neben der schmiedeeisernen Zaunanlage insbesondere die Scheune. Sie ist die größte ihrer Art im Landkreis Limburg-Weilburg wurde etwa um 1820 auf einem möglicherweise älteren Sockel aus Bruchstein errichtet. Sie ist talseitig fünf Stockwerke hoch, was sie zum beherrschenden Bau des Dorfes macht, wenn man als Spaziergänger oder Radwanderer vom Kerkerbachtal her nach Hofen kommt.

Zur heutigen Hofanlage gehören noch das Wohnhaus und ein verbindender Gebäudeflügel. Bedingt durch die Hanglage sind alle Gebäude mit starken Bruchsteinfundamenten gesichert, teils mit Strebepfeilern. Südöstlich schließt sich unterhalb der Scheune ein umfriedeter Garten an, der im Stil eines Bauerngartens angelegt worden ist.

Das Wohnhaus scheint im Kern aus zwei Häusern zu bestehen. So gibt es zwei Keller und einen Niveauunterschied zwischen beiden Teilen von etwa 30 cm, der in jedem Geschoss besteht. Es lassen sich drei wichtige Bauphasen unterscheiden. Eine erste um 1550, was anhand der Konstruktion des erhaltenen südwestlichen Giebels ersichtlich ist, dann eine weitere um 1700. Das wird anhand des Fachwerks im Obergeschoss deutlich.

 

Die größten Veränderungen gab es kurz vor und um 1900, wobei das Dach aufgestockt und die Fensteröffnungen und Wände verändert wurden. Aus dieser Zeit um 1860 haben sich zwei Fenster im Giebel und eine Zimmertür erhalten. Insgesamt hat das Wohnhaus im Inneren vielfache Umbauten erfahren, so dass eine genaue Bauhistorie schwierig ist.

 

Der Teil des Anwesens, in dem sich heute die Ferienwohnung befindet, beherbergte früher im Erdgeschoss mehrere kleine Ställe; das Obergeschoss wurde zu Lagerzwecken gebraucht und war nur von außen zugängig.

 

Das schlichte Fachwerk war hier ursprünglich fensterlos und nur mit Brettern verkleidet, die dem Hof abgewandte Talseite verschiefert. Der Umbau zur jetzigen Form als Wohnung mit gut 70 qm auf zwei Etagen fand im Jahr 1998 statt.

 

Die Hofanlage vermittelt nicht zuletzt durch Ihre Geschlossenheit und den guten Erhaltungszustand von Scheune und Zaunanlage den Eindruck eines wohlhabenden kleinen Gutes um 1850.

 

Wir sind von Anfang an bestrebt, das, was unsere Vorgängerinnen begonnen haben, fortzusetzen und dabei insbesondere mit Hilfe von Architekten, Handwerkern und des Denkmalamtes, die Anlage im Rahmen unserer Möglichkeiten nicht nur zu erhalten, sondern auch zu sanieren. So konnten wir bereits viele Details wiederherstellen, die das ihre zum Charme des Anwesens beitragen.

 

Weitere Informationen über unser Anwesen und weitere Denkmale in Hofen finden Sie auch auf den Seiten der Denkmalpflege Hessen.